Schulprogramm

 

Gemeinschaftsgrundschule Heiderhof


 

 

Inhalt im Überblick

 

Bedeutung unseres Schulprogramms                                                   

 

Vorwort                                                                                                 

 

Unser pädagogisches Konzept                                                             

 

Ø        Kinder sind verschieden                                                          

Ø        Jedes Kind soll erfolgreich sein – Jedes Kind soll sich               
anstrengen dürfen                                                                  

Ø        Kinder brauchen Geborgenheit                                                

Ø        Kinder brauchen Bewegung                                                    

Ø        Kinder brauchen Verantwortung                                               

Ø        Kinder brauchen Grenzen                                                       

Ø        Die erzieherische Verantwortung von Elternhaus und
Schule ist unteilbar                                                                 

Ø        Kinder begegnen neuen Medien im Grundschulunterricht           

Ø        Kinder begegnen Sprachen – Sprachen in unserer Schule        

Ø        Schule braucht Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsan-
wärter im Schulalltag                                                               

Ø        Kinder brauchen Kontinuität – Vom Kindergarten bis zur
weiterfüh­renden Schule                                                           

Ø        Kinder sollen die Möglichkeit erhalten, die Eingangsstufe
in ei­nem, zwei oder drei Jahren zu durchlaufen                        

Ø        Bis zum Schuljahr 2007/08 sollen alle Grundschulen des
Landes in Offene Ganztagsschulen umgewandelt werden           

                                                  

 

Gedanken * Gedanken * Gedanken                                                       

 

 

 

Bedeutung unseres Schulprogramms

 

 

Es soll Eltern und Schulaufsicht über Leben und Lernen in der Schule informieren und als Diskussionsgrundlage für unsere pädagogischen Gespräche im Kollegium, mit Eltern und der Schulaufsicht dienen.

Es soll dazu beitragen, im Kollegium Bilanz zu ziehen und Perspektiven für unsere künftige pädagogische Arbeit aufzeigen.

Das Schulprogramm soll dazu beitragen, einen eigenen pädagogischen Standort zu erarbeiten, Einstellungen und Haltungen neu zu überdenken und durch einvernehmliche Absprachen eine kindgerechte Schule auf der Basis unserer aktuellen Richtlinien und Lehrpläne zu entwickeln.

Ein Schulprogramm kann nur eine Momentaufnahme sein, weil der Wechsel von Personen oder neuen äußeren Gegebenheiten auch das Profil der Schule verändert, eine Fortschreibung ist deshalb unumgäng­lich.

Entsprechend dem Auftrag der Richtlinien für die Grundschule in Nord­rhein-Westfalen möchte das vorliegende Programm Auskunft über päda­gogische Grundsätze und Merkmale unserer Schule geben. Es sagt aus, was uns im Verständnis von Kindern wichtig ist. Es drückt die Ziele aus, zu denen wir auf dem Weg sind.

 


 

Vorwort

 

Unser Schulprogramm …………

 

………… geht vom Kind aus.

 

………… ist prozessorientiert.

 

………… ist gewachsen aus unserer täglichen Arbeit.

 

………… zeigt Vereinbarungen, die wir im Kollegium

                getroffen haben.

 

………… zeigt unsere Umsetzung der aktuellen

                Richtlinien und Lehrpläne.

 

………… zeigt pädagogische Perspektiven auf.

 

………… ist unser tägliches Arbeitspapier.

 

………… wird ständig evaluiert und weiter

               entwickelt.

 

………… wächst und wächst und wächst ………

 


 

 

Unser pädagogisches Konzept

 

 

Kinder sind verschieden

 

Jedes Kind ist besonders. Es hat Stärken und Schwächen. Es hat Vorlieben und Dinge, die es nicht mag. Es gibt schnelle, langsame, hell- oder dunkelhäutige, dicke oder dünne Kinder. Durch die Verschiedenheit des Einzelnen erhält die Gemein­schaft ihren Reichtum.

 

Jedes Kind soll erfolgreich sein – Jedes Kind soll sich anstrengen dürfen

 

Alle Kinder wollen Bestätigung, Ermunterung und Anerkennung. Jedes Kind soll erfahren, dass es etwas kann. Jedes Kind muss merken, dass sich Anstrengung lohnt. Jedem Kind soll bewusst werden, dass Lernen mit anderen Spaß macht.

Jedes Kind soll konkrete Auskunft über seine Lernentwicklung erhalten.

Deshalb muss jedes Kind seinen Fähigkeiten entsprechend gefördert und gefordert werden.

 

 

 

Das ist unsere Konsequenz für das Leben und Lernen in der Schule:

 

 

Wir arbeiten mit individuellen Arbeitsplänen für die Hand der Kinder, mit Differenzie­rung und Individualisierung in allen Fachbereichen, mit unterschiedlichen methodi­schen und thematischen Zugriffsweisen und projektorientiert. Der Unterrichtsmorgen beginnt in der Regel mit einem offenen Anfang. Im Rahmen des offenen Anfangs können die Kinder gesteuert durch offene Lernangebote eigene Lernwege gehen. Die Kinder erhalten die Möglichkeit sich individuell differenziert Lerninhalte selbstän­dig zu erarbeiten. Wir als Lehrerinnen verstehen uns im Rahmen von Unterricht als Lernbegleiter und Lernbeobachter, um den so unterschiedlichen Kindern gerecht zu werden. Dies können wir nur in einem geöffneten Unterricht leisten. Der Unterricht bis 10.00 Uhr bleibt in der Hand der Klassenlehrerin und bietet Zeit und Raum für einen projektorientierten Unterricht, der durch reichhaltige Klassenbibliotheken ge­stützt wird. In dieser Form von Unterricht können die Kinder Lerninhalte ganzheitlich erfahren. Das Lernen mit Kopf, Herz und Hand steht dabei im Vordergrund.

Wir schreiben in den Klassen 1 bis 3 ausschließlich Lernentwicklungsberichte als Rückmeldung an die Kinder und Eltern, weil sie zur Anstrengung und Leistung ermu­tigen und genauer Auskunft über die schulische Entwicklung von Kindern geben als Noten.

Im Rahmen einer Vielzahl von pädagogischen Konferenzen haben wir Inhaltskata­loge mit entsprechenden Testverfahren für die Fächer Deutsch und Mathematik gestuft nach Klassenjahrgängen entwickelt – so genannte Pensenbücher. Diese sind weiter in der Entwicklung. Sie werden zukünftig die Grundlage für unsere diagnosti­sche Arbeit mit Blick auf jedes einzelne Kind im individualisierten Unterricht sein. Sobald das einzelne Kind die Arbeit an einem Inhalt abgeschlossen hat, soll es einen Testbogen erhalten, den es bearbeitet. Die Analyse durch die Lehrerin führt dazu, dass das Kind sich entweder dem nächsten Inhaltskomplex widmen kann oder aber weiteres Übungsmaterial zum getesteten Thema erhält bis es dort inhaltliche Sicher­heit erlangt. Für die weiteren Fächer haben wir bereits Inhaltkataloge erarbeiten – dies sowohl als Reflexionsbogen für die Hand der Kinder als auch als Beobach­tungsbogen für die Lehrerin. Im Bereich Rechtschreibung schreiben die Kinder re­gelmäßig Diagnosediktate, die die Rechtschreibförderschwerpunkte bestimmen. Individuelles Arbeitsmaterial steht jedem Kind zur Verfügung. Förderpläne und För­derempfehlungen in den Bereichen Deutsch und Mathematik geben Kindern und Eltern Rückmeldung über die weiter zu vertiefenden Aufgabenschwerpunkte, um ein erfolgreiches Lernen in der jeweiligen Klassenstufe zu gewährleisten. Bereits nach Schuleintritt analysieren wir durch geeignete Diagnoseverfahren die Ausgangslage der Kinder mit Blick auf das Lesen, Schreiben und Rechnen, um sie individuell dort abzuholen, wo sie am Schulanfang stehen. Wir können damit unseren Unterricht auf das einzelne Kind gerichtet planen und durchführen. Gleichzeitig erhalten wir so Informationen über zu setzende Förderschwerpunkte.

Zu Beginn des vierten Schuljahres schreiben wir wie alle Schulen in NRW die Ver­gleichsarbeiten VERA in den Fächern Mathematik und Deutsch. Sie dienen uns als Grundlage für die Evaluation unserer Schulprogrammarbeit.

 

 

 

Kinder brauchen Geborgenheit

 

Geborgenheit entsteht aus der Beziehung des Kindes zu seiner Lehrerin, aus dem Eingebundensein in eine Gruppe, in der das Kind sich angenommen fühlt, aus dem Zuhausesein in einem Raum, den es als seine Welt empfinden kann. Das Kind braucht Verlässlichkeit zeitlicher Verläufe und die Durchschaubarkeit von Entschei­dungsstrukturen. Aus dem Bewusstsein der Geborgenheit und des Dazugehörens gewinnen Kinder Zutrauen zu sich und der Welt. Das ist die Voraussetzung dafür, sich öffnen zu können für Beziehungen zu Tieren, Pflanzen und Sachen. Beziehun­gen zu Menschen mit den von ihnen vorgelebten Wertvorstellungen und den von ihnen eröffneten Situationen ermöglichen Aneignung von Erfahrungen, Kenntnissen, Sicht- und Handlungsweisen.

 

 

 

Das ist unsere Konsequenz für das Leben und Lernen in der Schule:

 

 

Klassenlehrerinnen begleiten die Kinder möglichst die gesamte Grundschulzeit. Den Klassen geben wir Tiernamen. Die Klassen sind als Lebens- und Erfahrungsräume gestaltet, in denen man sich wohl fühlen kann. Atmosphäre auch im Schulhaus und auf dem Schulgelände ist uns ein weiteres wichtiges Anliegen. Im Rahmen einer Kunstprojektwoche haben wir mit allen Kindern und Eltern der Schule unsere Schule ästhetisch schöner gestaltet. Sie lädt nun mehr zum Verweilen und Gucken ein. Kinder präsentieren in Fluren und in den Hallen ihre Arbeitsergebnisse für die Kinder der anderen Klassen und für Besucher unserer Schule. Jedes Jahr findet eine Wo­che vor dem St. Martins-Umzug eine Ausstellung der selbst gebauten Laternen von Kindern aller Klassen statt. Die Schule wird jahreszeitlich geschmückt. Brauchtümer gehören damit genau so zu unserem Schulleben wie auch die Begegnung mit ande­ren Kulturen und ihren Sitten und Gebräuchen, denn nicht nur deutsche Kinder be­suchen unsere Schule. Im Rahmen unseres jährlichen Maiansingens richten die ausländischen Familien unserer Schule ein internationales Büfett mit landestypischen Speisen aus.

Zurzeit arbeiten wir, auch bedingt durch den Neubau des OGS-Gebäudes, an der kindgerechten Neugestaltung unseres Schulgeländes. Ein Arbeitskreis Schulhof­gestaltung, der sich aus Lehrerinnen, Eltern und dem Vorstand des Fördervereins zusammensetzt, widmet sich dieser Aufgabe. So ist bereits in einem Teil des Schul­hofes eine kleine Hügellandschaft entstanden. Mit Elternhilfe und durch die finan­zielle Unterstützung der Landesinitiative GÖS wurde ein Garten der Sinne gestaltet. Dabei haben wir die Schule auch für Fachleute von außen geöffnet. Ein Land­schaftsarchitekt hat mit uns umsetzbare Pläne entwickelt. Im Jahr 2007 wird sich unsere Schule an dem Wettbewerb der Telekom “Bonner Chancen“, Schwerpunkt Schulhöfe, beteiligen.

Es gibt in allen Klassen Regeln, Rituale und Routine, wie beispielsweise den Mon­tagmorgenerzählkreis, in dem das Erzählen und das Anteilnehmen am Leben ande­rer gepflegt wird, die Freie Arbeit, den offenen Anfang ... Einmal in der Woche kom­men alle Klassen zur Schulversammlung zusammen, üben dabei gemeinsam Lieder ein, stellen Klassenprojekte vor und besprechen schulorganisatorische Dinge. Dabei ist es uns wichtig, dass die Kinder lernen verantwortlich solche Versammlungen zu gestalten und zu leiten. Dies alles gibt den Kindern Sicherheit und Orientierung im Schulalltag.

 

 

 

Kinder brauchen Bewegung

 

Kinder wachsen heute unter anderen Bedingungen auf. Durch die Lage vieler Woh­nungen und Häuser, in denen die Kinder mit ihren Familien leben, stehen ihnen we­niger Spiel- und Bewegungsräume zur Verfügung. Ein umfangreiches Freizeitpro­gramm in Form von Nachmittagsaktionen bietet etlichen Kindern kaum zeitlichen Freiraum um spielerische Erfahrungsräume zu erleben. Viele Kinder verbringen im­mer mehr Zeit vor dem Fernseher oder Computer. Bewegungserfahrungen und aus­reichende Bewegungszeit werden immer geringer. Bei der Schuleingangsuntersu­chung begegnet die Schulärztin immer mehr Kindern, die durch motorische Probleme auffallen (z.B. Gleichgewichts- oder Koordinationsschwierigkeiten).

Aufgrund dieser Situation hat die Schule, insbesondere der Schulsport zwei Haupt­aufgaben:

Entwicklungsförderung durch Bewegung, Spiel und Sport, d.h. jedes Kind soll ent­sprechend seiner individuellen motorischen Voraussetzungen gefördert werden.

Erschließung der Bewegungs-, Spiel- und Sportkultur, d.h. die Kinder sollen Sport in seiner Vielfalt kennen lernen und ihn zu einem regelmäßigen Faktor einer aktiven Lebensgestaltung machen.

 

 

 

Das ist unsere Konsequenz für das Leben und Lernen in der Schule:

 

 

Eine „Bewegungsfreudige Grundschule“ bietet den Kindern durch die Gestaltung ihres Schulgebäudes und Schulgeländes vielfältige Bewegungsmöglichkeiten.

Unsere Klassenräume besitzen verschiedene Arbeitsbereiche zwischen denen die Kinder in der Arbeitszeit selbstständig wechseln können. Die Flure und die Pausen­hallen werden mit einbezogen. Besonders in den Eingangsklassen fließen bei uns immer wieder Bewegungslieder und –spiele sowie Entspannungsübungen mit in den Unterricht ein.

Auf unserem Schulhof befinden sich verschiedene Bewegungs- und Ruhebereiche. Es gibt Klettergerüste, Wippen, einen Garten der Sinne, Balanciergeräte, einen Wei­denrutengang und ein Weidenrutentippi sowie Platz zum Fußballspielen, Rennen und Toben. Des Weiteren stehen den Kindern in den Pausen zahlreiche Spiel- und Sportgeräte wie z.B. Stelzen, Pedalos, Seilchen, Hüpfkästchen, Reifen, Bälle etc. zur Verfügung, die immer wieder vom Förderverein ergänzt werden. Wie bereits erwähnt, ist es geplant an einem Projekt der Telekom zur Neu- und Umgestaltung des Schul­hofes teilzunehmen, um weitere Bewegungsräume für die Kinder zu schaffen.

Unser Schulsport beginnt mit einer Phase des freien Spiels, in der die Kinder diverse Kleingeräte wie Seilchen, Reifen, Bänder, Tücher, Gymnastikmatten, Fußbälle, Basketbälle, Hockeyschläger, Jongliergeräte etc. nutzen können. Im Anschluss daran spielen und turnen wir gemeinsam. Im dritten Schuljahr findet Schwimmunterricht im Kurfürstenbad statt. Hier haben die Kinder die Möglichkeit sich spielerisch an das Wasser zu gewöhnen, Schwimmen zu erlernen oder ihre Schwimmtechniken zu verbessern. Es besteht die Möglichkeit Schwimmabzeichen zu erlangen.

Für die Dritt- und Viertklässler bieten wir Arbeitsgemeinschaften an unter anderem mit sportlichem Schwerpunkt wie z.B. Fußball, Tanzen, Zirkus. Des Weiteren findet in der 4. Klasse ein Radfahrtraining mit anschließender Fahrradprüfung auf dem Hei­derhof statt.

Bei unseren zahlreichen Festen (Einschulung, Maiansingen, Adventsfeiern, Schul­fest, Verabschiedung der Viertklässler etc.) haben die Kinder die Möglichkeit Bewe­gungskunststücke und Tänze vorzutragen. Am Ende des Schuljahres findet ein Sportfest für alle Kinder im Sportpark Pennenfeld statt.

 

 

 

Kinder brauchen Verantwortung

 

Das Zusammenleben von Menschen, welches von der Achtung voreinander und dem Verständnis füreinander geprägt ist, lernen Kinder nur dann, wenn sie Gelegenheit bekommen bei der Gestaltung des Schullebens konkret mitzuwirken. Verantwortung für das eigene Verhalten und Lernen muss erlebt werden können. Kinder lernen in der Schule von Anfang an,  „sich in Verantwortung zu üben“. Schulisches Lernen wird eher zur eigenen Sache, wenn die Kinder über die Regeln der Gemeinschaft und die Inhalte des Unterrichts mitbestimmen können.

„Demokratie lernen“ fängt mit kleinen Schritten bereits im Kindesalter an

 

 

Das ist unsere Konsequenz für das Leben und Lernen in der Schule:

 

 

Kinder werden in die Verantwortung für ihren Lernprozess schrittweise mit einbezo­gen. Sie erarbeiten Klassen- und Schulregeln gemeinsam, wenden sie im Alltag an, überprüfen sie immer wieder neu auf ihre Tauglichkeit und reflektieren sie, denn alle Kinder der Schule sind dafür verantwortlich, dass sich alle Kinder und Lehrerinnen der Schule, aber auch Eltern und Gäste bei uns wohl fühlen. Dazu brauchen wir diese Regeln, die ein produktives Zusammenleben möglich machen. Die Reflexion des Zusammenlebens geschieht in Gesprächskreisen in den Klassen oder im Klas­senrat. Kinder leiten diese Gespräche.

In der wöchentlichen „Schulversammlung“ besprechen die Kinder Probleme, die im täglichen Miteinander auftreten, treffen Vereinbarungen zur Veränderung, stellen Klassenprojekte als Anregung auch für andere Klassen vor oder üben Lieder zu Festen ein. Die Geburtstagskinder werden in diesem Rahmen mit guten Wünschen und einem Geburtstagslied beglückwünscht.

In den Klassen übernehmen Kinder reihum verantwortlich „Dienste“, wie Kakaodienst oder Tafeldienst oder Blumendienst etc., um Verantwortung für ihre Klasse zu tragen.

Auch bei der Planung und Durchführung von Unterrichtsinhalten - vor allem bei Pro­jekten, Wochenplänen – und den halbjährlich angebotenen Arbeitsgemeinschaften in den Klassen 3 und 4 werden die Kinder verantwortlich miteinbezogen.   

 

 

 

Kinder brauchen Grenzen

 

Leben und Lernen in der Grundschule ereignen sich in einem Spannungsfeld zwi­schen den Bedürfnissen jedes einzelnen Kindes und der Notwendigkeit der Einpas­sung in eine Gemeinschaft.

Schulkinder sind heute in der Regel freier und selbstbewusster als noch die Eltern­generation. Vielen Kindern fällt es schwer, Enttäuschungen auszuhalten, Bedürfnisse aufzuschieben. Sie nehmen Rechte selbstverständlich für sich in Anspruch.

Das Recht des Individuums erfährt aber dort seine Grenze, wo es das Recht eines anderen verletzt. Für Kinder einsichtige Regeln und Absprachen schaffen den Rah­men, in dem Bestätigung erlebt wird, Auseinandersetzungen stattfinden und die

Balance entwickelt werden kann zwischen dem Durchsetzen eigener Interessen und dem Sich- Zurücknehmen zugunsten anderer.

 

 

 

Das ist unsere Konsequenz für das Leben und Lernen in der Schule:

 

 

Regeln werden mit den Kindern zusammen entwickelt, so werden sie einsehbar. Wir Lehrerinnen müssen uns der Auseinandersetzung um Grenzerziehung und Grenz­überschreitung stellen.

In der Vielschichtigkeit unserer Rolle zwischen Distanz und Nähe, Autorität und Part­nerschaft, Forderung und Entspannung, Begrenzung und Freiheit versuchen wir ausgewogen auf Kinder und Situationen zu reagieren in dem Grundkonsens:

 

Spontanität und Ausgelassenheit, wo und wann möglich,

Zurückhaltung, Ausdauer und Verzicht, wo und wann nötig.

 

 

 

Die erzieherische Verantwortung von Elternhaus und Schule ist unteilbar

 

Das Leben in der Schule und im Elternhaus ist bei Grundschulkindern eng miteinan­der verknüpft. Probleme in der Schule belasten den häuslichen Frieden, Probleme in der Familie wirken in den Schulalltag hinein. Freuden und Überraschungen, Span­nungen und Zufriedenheit drücken Kinder in ihrem Verhalten aus, gleich, in welchem Umfeld sie sich bewegen.

Ein offenes, vertrauensvolles Verhältnis zwischen Eltern und Lehrerinnen ist die Voraussetzung dafür, dass ein Kind mit seinen Freuden und Nöten verstanden wird.

 

 

 

Das ist unsere Konsequenz für das Leben und Lernen in der Schule:

 

 

Für Eltern und an der Erziehung der Kinder beteiligte pädagogische Personen steht die Klassentür immer offen. Neben den staatlich festgelegten Eltern-Mitwirkungsor­ganen wie Klassen- und Schulpflegschaft gibt es viele Möglichkeiten der Mitarbeit. Eltern können sich mit ihren Fähigkeiten einbringen in Projekten, in Lesestunden, in der Freien Arbeit, in Arbeitsgemeinschaften, im Rahmen von Besuchen außerschuli­scher Lernorte und vielem mehr. Die Lehrerinnen nehmen sich für Elterngespräche im Rahmen von Beratung Zeit und vermitteln zu außerschulischen Institutionen. Klassen- und Schulfeste werden gemeinsam gestaltet.

Der Förderverein sowie auch die Nachmittagsbetreuung, die seit 2005 bis 16.30 Uhr im Rahmen der Offenen Ganztagsschule ( OGS ) angeboten wird, unterstützen un­sere pädagogischen Anliegen. Erzieher, Lehrer und Eltern stehen in engem Aus­tausch über das Kind, um es in seiner Entwicklung zu stärken. Mit der OGS findet ein noch regerer Austausch über Kinder statt.

Begegnungsmöglichkeiten und Unterstützung finden Eltern mit ihren Kindern auch im „FAST-Programm“ (FAST = Families And School Together / Familien und Schule zusammen), in dem das Miteinander von Familien im Vordergrund steht. Damit wird Schule auch am Nachmittag für Familien geöffnet. Schule ist damit an der Grund­schule Heiderhof ein Raum im Rahmen dessen man sich treffen und austauschen kann. Man findet aber auch Rat für sich und sein Leben als Familie. Das FAST-Pro­gramm findet nun schon seit vier Jahren in Zusammenarbeit mit den Kirchen, dem Haus der Familie und uns als Schule statt. Nach anfänglicher finanzieller Unterstüt­zung (Ausbildung des FAST-Teams, Gestaltung der Nachmittage) durch das Famili­endezernat der Stadt Bonn und den Kirchen hat sich das Programm verselbständigt. Es steht für Familien der Schule offen und wir von Familien der Schule gestaltet.

Einmal im Jahr haben Eltern Gelegenheit mal ohne Kinder in der Schule zu feiern. Dann heißt es  Let’s fetz“ in der Grundschule Heiderhof. Eine Live-Band lädt Eltern und Lehrerinnen mit ihren Partnern zum Tanzen ein. Dies ist eine Gelegenheit, sich besser kennen zu lernen und eine entspannte Zeit miteinander zu verbringen. Eine gute Grundlage für die vielen Gespräche, die wir im Laufe der Grundschulzeit mitein­ander über das einzelne Kind mit den Eltern führen.

 

 

 

Einsatz von neuen Medien im Grundschulunterricht

 

Die Grundschule kann die zunehmende Technisierung der Umwelt bis in die Kinder­zimmer nicht einfach ignorieren. Kenntnisse und Fähigkeiten im Umgang mit dem PC und dem Internet sind in der heutigen Zeit unerlässlich.

„Nur ein aufgeklärter Umgang verschafft Schülern kritischen Abstand…“ „ Je früher die öffentliche Auseinandersetzung beginnt, desto eher lässt sich die Entwicklung noch kritisch einordnen…“

 

 

 

Das ist unsere Konsequenz für das Leben und Lernen in der Schule:

 

 

Neue Technologien in Schule und Unterricht sollen keinen Selbstzweck darstellen, sondern als aufgabenorientiertes Instrument erkannt werden. Der PC wird an der Grundschule Heiderhof als Medium neben anderen traditionellen Medien integrativ in den Unterricht eingebunden. Jeder Klasse steht ein Computer mit Drucker und Inter­netzugang zur Verfügung.

Neue Medien können handlungsorientiertes Lernen herausfordern, erfahrungswis­senschafts- und zukunftsorientierten Unterricht unterstützen. Aber auch die neuen Medien selber sollen Gegenstand des Unterrichts sein. Kritisch werden Manipulati­onsmöglichkeiten reflektiert, gesellschaftliche Tendenzen und Gefahren hinterfragt.

Im Rahmen von Wochenplan und Freiarbeit wird mit dem Computer gearbeitet.

Lernprogramme in den Fächern Deutsch und  Mathematik (Lernwerkstatt, Blitzrech­nen, Budenberg) werden unter den Gesichtspunkten von einfacher Bedienung,       Altersangemessenheit, positiv anregendem Lernen sowie der Erwartung von Lern­fortschritten eingesetzt.

In Werkstätten werden Stationen, die mit Hilfe von Lernsoftware oder des Internets bearbeitet werden können, eingebunden.

Im Sachunterricht können die Kinder besonders für sie entwickelte Suchmaschinen zur Informationsrecherche im Internet (Blinde Kuh) sowie entsprechende Lernsoft­ware (Lexika, Löwenzahn) nutzen.

Die Kinder lernen Gestaltungsmöglichkeiten kennen, die der PC zur Verarbeitung und Präsentation eigener Texte bietet. So geben sie eigene Texte oder Geschichten ein, überarbeiten diese und drucken sie aus.

Zur Gestaltung der Schülerzeitung wird der PC von den Kindern ebenfalls genutzt. Hier erhalten sie zudem die Möglichkeit, Bilder mit der Digitalkamera zu machen und diese in die eigenen Texte zu integrieren.

Wir wollen vielseitige Erfahrungen mit dem Computer in offenen Lernsituationen ermöglichen, um schon im Grundschulalter Voraussetzungen zu erarbeiten, die not­wendig sind, um sich in der Welt mit ihren immer neuen Kommunikations- und Infor­mations­techniken zu orientieren.

Einen Meilenstein im Bereich Ausstattung und Vernetzung hat unser Förderverein geleistet. An vielen Abenden und Wochenenden haben Eltern neben der finanziellen Unterstützung Konzepte entwickelt, Löcher gebohrt und Kabel verlegt.

 

 

Begegnung mit Sprachen/ Sprachen in unserer Schule

 

Kinder lernen schnell andere Sprachen. Untersuchungen haben gezeigt, dass Kinder bis zum Alter von 10 Jahren viel schneller lernen als danach. Sie haben Freude daran, sich mit anderen Sprachen und Kulturen spielerisch auseinander zu setzen. Seit dem Schuljahr 2003/2004 ist Englisch an Grundschulen in Nordrhein-Westfalen ver­bindliches Unterrichtsfach in Klasse 3 und 4. Es wird mit jeweils 2 Wochenstun­den unterrichtet.

 

 

 

Das ist die Konsequenz für das Leben und Lernen in der Schule:

 

 

In den Klassen 1 und 2 haben wir uns als Kollegium für Englisch als Begegnungs­sprache entschieden. Begegnung mit Sprache gehört bei uns zum täglichen Unter­richt und wird an Stellen integriert, die sinnvoll erscheinen.

 

Im Englischunterricht der 3. und 4. Klassen steht die mündliche Kommunikation im Vordergrund. Schwerpunkt der Sprachvermittlung ist das Hörverstehen und die För­derung des kreativen Sprachgebrauchs. Aber auch die unterstützende Wirkung des Wortbildes als Visualisierungshilfe wird durch behutsame Hinführung zum Lesen und Schreiben genutzt.

Insgesamt werden die Bereiche Hören und Verstehen, Lesen und Verstehen, Schreiben, Nachdenken über Sprache und Lerntechniken berücksichtigt. Es werden sechs Erfahrungsfelder verbindlich vorgegeben, die sich an der Welt der Kinder ori­entieren:

 

v      Zu Hause hier und dort

v     Jeden Tag und jedes Jahr

v     Lernen, Arbeiten, freie Zeit

v     Durch die Zeiten

v     Eine Welt für alle

v     Auf den Flügeln der Fantasie

 

Für das Ende der Klasse 4 beschreibt ein Übergangsprofil die Grundlagen, welche die Kinder im Englischunterricht erworben haben. Damit ist eine verlässliche Fortfüh­rung in der Sekundarstufe 1 gesichert.

 

 

 

Schule braucht Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter im Schulalltag

 

Ausbildung von angehenden Lehrern und Lehrerinnen gehört zur Aufgabe von Schule. Dies ist eine wichtige Aufgabe, die uns als Schule zukommt. Wir haben so die Chance, qualitativ guten Unterricht weiterzugeben und junge Kollegen und Kolle­ginnen auf ihrem Weg zum qualitativ guten Lehrer zu begleiten, aber auch neue Impulse für unseren Unterricht zu bekommen.

 

 

 

Das ist unsere Konsequenz für das Leben und Lernen in der Schule:

 

 

Wir bilden Lehramtsanwärter und Lehramtsanwärterinnen aus, weil wir uns an einer qualitativ guten Ausbildung beteiligen wollen. Alle Kolleginnen sind bereit, die jungen Kollegen und Kolleginnen auf ihrem Weg zu begleiten. Wir haben ein Konzept erar­beitet, das Qualität und Ausbildung sichern soll. Zurzeit bilden wir zwei Lehramtsan­wärterinnen vom Studienseminar Bonn aus. Beide haben zeitversetzt ihre Ausbildung begonnen. Im Rahmen der Ausbildung erteilen die Lehramtsanwärterinnen im 2. und 3. Ausbildungshalbjahr jeweils neun Stunden bedarfsdeckenden Unterricht. Sie be­gleiten des Weiteren ihre Ausbildungsklassen im täglichen Schulleben hospitierend und unterrichtend nach Anleitung durch die Mentorin. Dienstag ist Seminartag am Studienseminar Bonn.

Die Ausbildung von Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern ist ein Geben und Nehmen. Sie bereichert sehr und gibt uns immer wieder neue Impulse für unse­ren eigenen Unterricht. Mit unseren jungen Kolleginnen und Kollegen reflektieren wir immer wieder unser eigenes Tun und denken gemeinsam über guten Unterricht nach. So bleibt Unterrichtentwicklung im Fluss.

 

 

 

Kinder brauchen Kontinuität  -

Vom Kindergarten bis zur weiterführenden Schule  

 

Vom Kindergarten in die Grundschule

Für Kinder, die als Schulpflichtige oder als sog. „Kann-Kinder“ in die Grundschule kommen, beginnt ein neuer Lebensabschnitt, in dem sie mit vielen neuen Erfahrun­gen und Aufgaben konfrontiert werden. Die Kinder müssen sich im Schulgebäude zurechtfinden, sie müssen sich in die Klassengemeinschaft einfügen, neue Bezugs­personen kennen lernen und sich im Schulalltag organisieren und ihre Pflichten im

Zusammenhang mit neuen Lerninhalten erfüllen. Für viele Kinder ist dies ein großer Schritt in eine neue Selbständigkeit, der ihnen viel Selbstsicherheit und Selbstver­trauen abverlangt.

Den ersten Schritt in diese Richtung haben die meisten Kinder aber schon mit dem Eintritt in den Kindergarten gemacht. Hier haben sie Erfahrungen in der Gruppe ge­sammelt, erwachsene Bezugspersonen außerhalb der Familie gehabt, in der Ge­meinschaft Aufgaben und Verantwortung übernommen und auf vielen Ebenen etwas gelernt.

Es ist wichtig, an diese Vorerfahrungen anzuknüpfen, um den Übergang vom Kin­dergarten in die Schule für die Kinder möglichst fließend und unproblematisch zu gestalten. Dabei werden die Gruppe der Schulneulinge sowohl als Ganzes auch jedes einzelne Kind ganz individuell in den Blick genommen.


 

 

Das ist unsere Konsequenz für die Gewährleistung von Kontinuität beim

Übergang vom Kindergarten in die Grundschule:

 

 

Wir arbeiten in vielfältigen Zusammenhängen mit den verschiedenen Kindergärten und Kindertagesstätten im Umfeld der Schule zusammen. So finden regelmäßige Treffen der Leiterinnen der Kindergärten und der Schulleitung zwecks eines aktiven Austausches statt.

Für die Eltern eines vierjährigen Kindes findet in Kooperation von Schule und Kin­dergarten ein gemeinsamer Elternabend statt. Die Eltern werden über Möglichkeiten der gezielten Förderung und der Vorbereitung auf den Eintritt ihres Kindes in die Grundschule informiert. Dabei soll deutlich werden, in welcher Weise Kindergarten, Elternhaus und Schule das einzelne Kind in diesem Zusammenhang begleiten und unterstützen können, um einen nahtlosen Übergang vom Kindergarten in die Grund­schule im Sinne eines optimalen Förderns und Forderns zu ermöglichen. An diesem Abend werden Eltern darüber hinaus über das Procedere der Schulan­meldung in­formiert. Über die pädagogische Arbeit unserer Schule berichten wir an einem El­ternabend vor den Sommerferien.

Eine weitere enge Zusammenarbeit findet im Rahmen der Aufnahme der sogenann­tenKannkinder“ in die Schule statt. Kinder, die nach dem Stichtag (30.06.) eines Jahres geboren wurden, können auf Antrag der Eltern eingeschult werden, wenn Schule und Schulärztin dies befürworten. Um die Kinder auf ihre Schulfähigkeit hin zu „testen“, laden wir im April / Mai alle Kann-Kinder zu einer gemeinsamen Stunde in die Schule ein. In Kooperation mit Erziehern und Erzieherinnen und Kollegen und Kolleginnen der Schule werden nach gemeinsamer Vorbereitung mit den Kindern verschiedene Aktionen in Kleingruppen durchgeführt. Beobachtungen zu den Kin­dern werden im Anschluss gemeinsam zusammengetragen und analysiert. Auf der Basis dieser Beo­bachtungen und der Einschätzung der Erzieher und Erzieherinnen, die das einzelne Kind sehr gut kennen, kann eine fundierte Entscheidung über die Aufnahme bzw. Nicht-Aufnahme eines Kindes in die Schule getroffen werden. Es finden gegebenenfalls Eltern-Beratungsgespräche statt, in denen das Für und Wider einer frühzeitigen Einschulung thematisiert wird.  

Die künftigen Schulneulinge werden vor den Sommerferien zu einer „Schnupper­stunde“ in die Schule eingeladen. Sie sollen Gelegenheit haben, ein Stück Schule schon einmal kennen zu lernen, um etwaige Ängste abzubauen und Neugier und Freude auf die Schule zu wecken.

Auch in den ersten Schulwochen sind die Lehrer und Lehrerinnen unserer Schule mit dem Einverständnis der Eltern über einzelne Kinder im engen Austausch mit Erzie­hern und Erzieherinnen. So kann auf individuelle Bedürfnisse und Schwierigkeiten schneller reagiert werden.

 

 

Von der Grundschule in die weiterführende Schule

In der Zeit, die ein Kind in der Grundschule verbringt, lernt es die Schule als einen Lebensraum kennen, in dem es sich angenommen fühlt und mit Menschen und Um­gebung sehr vertraut ist. Mit dem Eintritt in die weiterführende Schule ist ein Kind zunächst wieder mit fremden Menschen, fremden Räumen und ungewohnten Orga­nisationsabläufen konfrontiert. Auch hier ist es die gemeinsame Aufgabe von Grund­schule und weiterführender Schule, die Kinder auf den Übergang entsprechend vor­zubereiten bzw. sie dort „abzuholen“, wo sie emotional und von ihrem Wissens- und Kenntnisstand her stehen.

 

 

 

Das ist unsere Konsequenz für die Gewährleistung von Kontinuität beim

Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule:

 

 

Von den weiterführenden Schulen werden unser Schüler und Schülerinnen mit ihren Eltern zu Tagen der offenen Tür eingeladen. Bei der Schulanmeldung wird das Halbjahrszeugnis Klasse 4 vorgelegt, das eine Empfehlung für die Art der weiterfüh­renden Schule ent­hält. Dieses Zeugnis ist Basis für die Aufnahme. Da wir in Bad Godesberg sehr viele private Schulen haben und der Run darauf sehr groß ist, las­sen sich viele dieser Schulen auch das Endzeugnis Klasse 3 im Rahmen eines Vor­stellungsgespräches vorlegen.

Wir beraten die Eltern im Rahmen einer Übergangsberatung ausführlichst über die für Kind bestmöglichst geeignete Schule unter den Aspekten schulische Entwicklung, Arbeits- und Sozialverhalten und fachliche Fähigkeiten.

Nach Eintritt unserer Schulkinder in die neue Schule nehmen Kolleginnen unserer Schule regelmäßig an den sog. Erprobungsstufen-Konferenzen der weiterführenden Schulen teil. Hier findet ein Austausch über die Entwicklung der einzelnen Kinder statt. Hinweise unsererseits werden gerne aufgenommen.

 

Ausblick:

Um die gemeinsame Bildungs- und Erziehungsarbeit von Grundschule und weiterfüh­render Schule noch stärker zu verzahnen, streben wir eine weitere enge Zusammen­arbeit an. Unser Ziel ist es, gegenseitige Hospitationen möglich zu machen, um Un­terrichtsinhalte und –methoden gegenseitig transparent und nutzbar zu machen. Darüber hinaus wären gemeinsame Pädagogische Konferenzen wünschenswert, in denen man durch pädagogische und didaktische Themen zu einer engeren Abstim­mung von Unterrichtsinhalten und –methoden kommt.

 

 

 

 

Kinder sollen die Möglichkeit erhalten, die Eingangsstufe in einem, zwei oder drei Jahren zu durchlaufen

 

Seit dem Schuljahr 2005/06 gibt es die „Flexible Schuleingangsphase“, in der die Kinder so individuell gefördert und gefordert werden sollen, dass es ihnen möglich ist, die ersten zwei Schuljahre in einem oder zwei oder drei Schuljahren zu durch­laufen.

 


 

 

Das ist unsere Konsequenz für das Leben und Lernen in der Schule:

 

 

Da wir seit einigen Jahren intensiv in wöchentlichen Konferenzen an den Themen Individualisierung, Differenzierung, Fördern und Fordern gearbeitet haben, führten wir mit einstimmigem Beschluss der Schulkonferenz zum Schuljahr 2004/05 die Jahrgangsmischung an unserer Schule ein. Mit unserem Konzept Jahrgangsmi­schung werden wir gleichzeitig der Forderung „Flexible Schuleingangsphase“ ge­recht.

Der Entschluss an der Grundschule Heiderhof in die Jahrgangsmischung zu gehen hatte somit nicht unmittelbar etwas mit der „Flexiblen Eingangsstufe“ zu tun, sondern ist vielmehr schulprogrammatisch zu begründen, bedingt aber einander.

Für die „Flexible Schuleingangsphase“ ist uns wichtig:

v     Dass die Kinder in ihrem Klassenverband verbleiben kön­nen, ohne dass es zu einer ständigen Fluktuation im Rahmen von neuen Klassenzusammensetzungen kommt. -> Konsequenz Jahrgangsmischung

v     Dass die Klassenlehrerin den Kindern als konstante Bezugs­person erhalten bleibt und sie die Kinder kontinu­ierlich fördern und fordern kann, dies über drei oder vier oder fünf Jahre. -> Konsequenz Jahrgangsmischung

 

 

 

Das ist unsere Konsequenz für die fachlichen Inhalte und Metho­den in der Jahrgangsmischung:

 

 

Mathematik

Ausgehend von einem erweiterten Zahlraum, den die Kinder heute mitbringen, set­zen wir dort in unserem Anfangsunterricht an. Wir ar­beiten in den ersten Schulwo­chen im Zahlenraum bis 20, den wir nach und nach strukturieren. Die Kinder können in der Regel mit Schuleintritt in diesem Zahlenraum zählen und darüber hinaus, doch ist der Mengenbegriff noch nicht gebildet. Dieser steht bei uns in dieser Zeit im Vor­dergrund, da er die Voraussetzung für das weitere erfolgreiche mathematische Ler­nen auch in den nächsten Klassenstufen darstellt. In der Jahrgangsmischung erhal­ten die Kinder aus der Klasse zwei, denen der struktu­relle Aufbau des Zahlraums noch nicht sicher bekannt ist, eine nochmalige Chance diesen mit den Erstklässlern  zu festigen. Erstklässler, die die Struktur schnell durch­dringen, können diese bereits  auf den erweiterten Zahlenraum bis 100 übertragen.

Bestimmende Merkmale unseres Mathematikunterrichts in allen Klassenstufen sind: das Rechnen auf eigenen Wegen, das entdeckende Lernen, Rechenkonferenzen, Mathematik als Schreib- und Sprechanlass, mathematisch bewegliches Denken, Gleichberechtigung von Arithmetik, Geometrie und Sachrechnen und zeitlich indivi­duelle Erarbeitung von mathematischen Inhalten. Letzteres kann dazu führen, dass Kinder im Vergleich zu anderen Kindern aus ihrer Klassenstufe bereits an Inhalten aus anderen Schuljahren arbeiten.

Das nächste Vorhaben ist die Erarbeitung eines schuleigenen Konzeptes zum Thema „Sachrechnen von Anfang“ an.

 

Deutsch

Zu Beginn des ersten Schuljahres steht der Schriftspracherwerb anhand des Kon­zepts „Lesen durch Schreiben“ nach Jürgen Reichen zunächst im Vordergrund. So

bald die Kinder lauttreu schreiben und anfangen zu lesen, beginnt der Rechtschreib­lernprozess, der sich an dem Konzept „Richtig Schreiben lernen Schritt für Schritt“ nach Norbert Sommer-Stumpenhorst orientiert. Ziel dieses am Kind orientierten Rechtschreibunterrichts ist es, den Kindern Schreib- und Korrekturstrategien zum normgerechten Schreiben zu vermitteln. Dies sollte in einem integrativen Sprachun­terricht stattfinden. Das systematische prozessorientierte Vorgehen ermöglicht dem Kind ein selbständiges, differenziertes und seinem Lerntempo entsprechendes Ler­nen. Im Laufe dieses Prozesses sollen den Kindern Konstruktionsprinzipien bzw. Strategien vermittelt werden, die sukzessive aufeinander aufbauen, um so die Kinder schrittweise und erfolgsorientiert an die „Erwachsenenschrift“ heranzuführen. Mit der Zielsetzung „Strategievermittlung“ nimmt das Konzept Abschied von der Vorstellung der Wortbildspeicherung und des reinen Regellernens.

Von Anfang an ist eine Lernstandsdiagnose der Kinder beim Schreiben und Lesen ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts. (Bildworttests, Analyse-Diktate, Stolper­wörterlesetest, eigene Texte der Kinder)

Um eine Lese-Schreib-Kultur zu entwickeln, haben die Kinder auch in der Freien Arbeit Gelegenheit  Geschichten zu schreiben, sie in Schreibkonferenzen zu überar­beiten und in Dichterlesungen vorzutragen.

Um die Lesefreude zu entwickeln, die uns besonders wichtig ist, können die Kinder die Klassenbücherei sowie die Schulbücherei „Leseparadies“, die wir im vergange­nen Jahr mit Eltern und dem Förderverein aufgebaut haben, nutzen. Eine Lesemut­ter, Frau Degen, kommt wöchentlich in verschiedene Klassen und liest den Kinder vor. So gestaltet sie auch den „Tag des Lesens“ in unserer Schule.

Zum Thema Lesen haben wir ein schulinternes Konzept entwickelt, das Anwendung in allen Klassen findet und immer wieder reflektiert wird. Folgende Leitgedanken sind uns dabei wichtig:

Ø         Lesen ist Verstehen!

Ø         Schwierigkeiten beim Verstehen von durch Methodentraining überwin­den

Ø         Wege zum Verstehen von Texten mit Kindern entwickeln

Ø         Bewertung von Leseleistung und Lesekompetenz -> Diagnostik

 

 

Sachunterricht

Unsere Schule hilft den Kindern, Fragen an die Welt zu stellen und unterstützt sie dabei, ihren Fragen selbst nachzugehen und sie zu beantworten. Dabei eignen sich die Kinder gleichzeitig gesellschaftliche und kulturell bedeutsame Interpretationen, Problembearbeitungen und fachliche Zugänge an. Jedes Kind erhält die Gelegenheit, seine Erfahrungen und Erklärungen zu äußern, mit anderen zu erörtern und zu ver­tiefen. Durch das Erlernen verschiedener Methoden können sich die Kinder Lernin­halte selbstständig und unter Nutzung verschiedener Zugriffsweisen aneignen.

Zu den Bereichen „Natur und Leben“, „Technik und Arbeitswelt“, „Raum und Um­welt“, „Mensch und Gesellschaft“ sowie „Zeit und Kultur“ können die Kinder häufig im Rahmen von Projekten, Werkstätten oder Stationsbetrieben Erfahrungen sammeln, verschiedene Methoden kennen lernen sowie Wissen aufbauen.

Während der Freien Arbeit können sich die Kinder selbst für ein Thema entscheiden und dazu Informationen zusammenstellen (auf Plakaten, Lerntagebüchern), indem sie die in den Klassenbüchereien bzw. der Schulbücherei  zur Verfügung stehenden Bücher nutzen oder im Internet nach entsprechenden Informationen suchen.

Wichtig ist uns hierbei immer die Präsentation der Ergebnisse, so dass die Kinder lernen, anhand der zusammengestellten Informationen einen Vortrag zu halten, zu dem sie anschließend von ihren Mitschülern und der Lehrerin Rückmeldung erhalten.

Einen unterrichtlichen Schwerpunkt bildet bei uns das Experimentieren, um Fragen und Hypothesen experimentell zu überprüfen. Hier erfolgt in den ersten beiden Jahr­gangsstufen der Übergang vom kindlichen spielerischen Erkunden und Erproben zu systematischen Versuchen und zum Experimentieren.

 

Wichtig sind uns hier die einzelnen Arbeitsschritte:

Planen, Vermuten, Durchführen, Beobachten und Schlussfolgern.

 

Ihre Ergebnisse dokumentieren die Kinder häufig  in Forschertagebüchern.

Unterstützt werden wir in diesem Bereich von der Deutschen Telekom Stiftung, die im Jahr 2004 damit begonnen hat, uns Klassenkisten für den Unterricht mit Experi­mentiermaterialien zur Verfügung zu stellen. Einen ersten Schwerpunkt bildet hierbei das Thema „Schwimmen und Sinken“, bei dem die Kinder der Frage nachgehen „Warum schwimmt ein Schiff?“:

Außerschulische Lernorte werden in den Unterricht einbezogen. So fahren wir bei­spielsweise in den Kölner Zoo, erkunden die Godesburg, die Stadt Bonn und  besu­chen das Schulmuseum. Im Rahmen der Verkehrserziehung fahren wir zum Ver­kehrsübungsplatz nach Beuel. Je nach Unterrichtsinhalt werden weitere außerschulische Lernorte (wie z. B. der Imker, umliegende Bauernhöfe, Bäcker) aufge­sucht.

 

 

 

Bis zum Schuljahr 2007/08 sollen alle Grundschulen des Landes in Offenen Ganztagsschulen umgewandelt werden

 

Auch unter der neuen Landesregierung werden in der Regel alle Grundschulen bis 2007 zur OGS umgewandelt. Ziel ist es, Kindern Betreuung aus einer Hand im Rah­men von Schule – einem vertrauten Ort - zu ermöglichen. In die OGS integriert wird auch die Kurzbetreuung bis 13.30 Uhr, die jedoch nicht Teil der OGS ist. Gleichzeitig soll es im Rahmen von Kindergartenöffnungszeiten auch eine Ferienbetreuung ge­ben.

 

 

 

Das ist unsere Konsequenz für das Leben und Lernen in der Schule:

 

 

Seit dem Schuljahr 2005/06 sind wir Offene Ganztagsschule. Unser Träger ist das Katholische Jugendwerk. Die katholischen Jugendwerke Bonn sind ein eingetragener Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, Projekte, Maßnahmen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit sowie der Jugendsozialarbeit ins Leben zu rufen, um die Lebensqualität junger Menschen zu verbessern.

Mit dem katholischen Jugendwerk haben wir ein gemeinsames Konzept entwickelt und leben so Grundelemente unseres Schulprogramms auch am Nachmittag. Wich­tig ist uns eine enge Verzahnung von Schule am Morgen und Betreuung am Nach­mittag.

Zurzeit haben wir drei Gruppen, die jeweils von einer sozialpädagogischen Fachkraft betreut werden. Diese feste Zuordnung verschafft den Kindern einen festen Halt im Nachmittag und ermöglicht es den Betreuern die Entwicklung der Kinder im Auge zu behalten. Sie stellen gleichzeitig die Verbindung zur Schule her.

Das Mittagessen wird als warme Mahlzeit angeboten. Die Kinder werden beim Essen von den Gruppenleiterinnen begleitet und in die Vor- und Nachbereitung des Essens

eingebunden. So oft wie möglich essen die Lehrerinnen mit, um im engen Austausch mit den Kindern zu stehen.

Die Hausaufgaben sind ebenso wie die Freizeitangebote Grundelemente der Nach­mittagsgestaltung. Bei beiden kommt es uns auf die Qualität der Angebote und Durchführung an. Nach der Belegung der Plätze im Rahmen der Freizeitangebote durch die OGS-Kinder werden freie Kapazitäten den anderen Kindern der Schule angeboten, was uns sehr wichtig ist, da das Freizeitangebot auf dem Heiderhof sehr gering ist.

Mit der OGS bieten wir auch eine Kurzzeitbetreuung und ein Ferienprogramm an unterrichtsfreien Tagen an.

 

 

Gedanken * Gedanken * Gedanken * Gedanken

In den letzten Jahren haben wir als Kollegium gemeinsam mit Kindern und Eltern unsere Schule stetig weiter entwickelt. Grundlage der Entwicklung sind unsere wö­chentlichen Pädagogischen Konferenzen und Dienstbesprechungen. Diese haben dazu geführt, dass es uns gelungen ist, aktuelle pädagogische Entwicklungen und Methoden umzusetzen und eigene Konzepte zu entwickeln. Eltern spielen im Rah­men der Schulentwicklung für uns eine wichtige Rolle, werden in die Prozesse invol­viert und tragen sie mehrheitlich mit. Die Kinder geben uns die Wege vor, die wir inhaltlich und pädagogisch ebnen.

 

So wird sich das Schulprogramm – das sind wir: Kinder, Eltern und das Lehrerkolle­gium - stetig weiter entwickeln.

 

Wir wünschen uns als Kollegium, dass wir unseren begonnenen Weg weiter gehen können, denn er hat sich entwickelt wie ein Puzzle, dass man zusammensetzt. Nimmt man Teile heraus, verliert es seine Ganzheit.